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Projekt 26 – Violets and Violence | Review E-Blog

Auch Projekt 26 wollen 2017 nicht ungenutzt verstreichen lassen und haben mit Violets & Violence ihren Arbeitsbericht abgeliefert. Eine neue Scheibe gut bepackt mit neuen Titeln, Gästen und Gemixtem. Ruhig war es nicht um die Jungs nicht, sie waren in der Zeit viel Live unterwegs. Zu letzt im September in Augsburg mit Sturm Café. Erschienen ist das ganze bei EK Product, ein Label das ich nicht mehr vorstellen muss. Auch La Santé hat dort eine Heimat.

Gespannt war ich auf die Scheibe sehr, da ich schon geahnt habe das hier viel Bewegung ansteht. Und Enttäuscht wurde ich nicht, gleich der zweite Track Wake Up, nach dem Intro, macht euch klar was ich meine. Herrliche Elektronummer die in ihrer Art etwas an Absurd Minds erinnert. Und da ist es, worauf ich immer hoffe, Mut. Mut mal nicht auf alten, gut geölten, Schienen zu fahren.

Mit frischen Ideen, frischem Sound und Einflüssen spielen. Und schon erkennt man Projekt 26 mal nicht auf den ersten Sequenzen sondern muss den Titel wirken lassen. Und der ist Klasse!

Und das war nur der Anfang es erwarten euch noch mehr solche feinen Sachen. Da steckt richtig Entwicklung dahinter. Auch Textlich, Sprachlich hat sich ne Menge getan. Reifer, Ideenreicher, Clubtauglicher, Abwechslungsreicher,auch wenn das sicher nicht der oberste Anspruch war

God Dag könnte euch etwas Schwedisch vorkommen, und das ist pure Absicht! Ein Track der zeigt das Ausruhen absolut nicht das Ding von Projekt 26 ist. Da wird auch mal Sprachlich neues Land bewandert und das verdammt Eindrucksvoll. Old School lastige Sequenzen jagen den Track ordentlich vorwärts. Organische Drums und Percussions runden es ab.

Der Titeltrack Violets & Violence ne feine kantige Shoutnummer mit ordentlich Beats. Verfeinert mit poppig anmutenden Synthie Lines und guten Samples, die auf dem Punkt sitzen. Auch Projekt 26 setzt Samples nicht als Massenware ein. Die eignen Texte stehen immer klar im Mittelpunkt und Samples verstärken nur Stimmung oder Inhalt.

Mit 17 Tracks auch ne randvolle Scheibe mit ordentlich Inhalt fürs wenige Geld. The Hunter and the Prey ist dann einer meiner Favoriten. Ordentlich Clubtaugliche Nummer, kantige Shouts in den Nacken, erhöhtes Marschtempo. Dürfte auch Live gut abgehen die Nummer, sobald die Texte sitzen, ist da ordentlich Mitbrüllfaktor drin.

An den Nerdfaktor wurde natürlich auch gedacht. Die Energiemenge die ein Flusskondensator benötigt, um Fehlerfrei zu arbeiten und Zeitreisen zu ermöglichen, beträgt 1,21 Gigawatt. Vergleichsweise die Menge Energie die Biene Maja braucht um einen 40.000 Kilometer-Nonstopflug mit Gegenwind und Bergauf zu bewältigen. Die wissenschaftliche Doku “Back to Future” gibt in 3 Teilen darüber sehr viel Informationen Preis. Solltet ihr mal wieder Zeitreisen wollen habt ihr den passenden Soundtrack. Die Frage ob das jetzt auch mit Ökostrom geht muss an der Stelle offen bleiben.

Ne absolut Druckvolle 2017er Neuauflage ist Satellit. Die dürfte auf den Tanzflächen auch für einiges an durcheinander sorgen. Zu den Gästen wäre zu sagen das Pantser Fabriek ein Stell dich ein hat bei A New Begining und Plastic Noise Experience auf Stockholm Syndrom. Beide lege ich euch wärmstens ans Ohr.

Etwas gemixtes gibts natürlich auch und hier reichen sich nette Namen die Klinke in die Hand. Sado Sato, Old School Union und Loewenhertz haben sich auf gemacht einigen Tracks ein neues bzw anderes Gewand zu verpassen.

Fazit: Wer ne absolut reife Scheibe Electronica sucht, die klar zwischen den Genren schwimmt und dennoch den roten faden nicht verliert, ist hier richtig. Ein Album das mit Einflüssen spielt aber nicht mit zu viel davon den Inhalt plättet. Klasse Scheibe und zeigt das es noch Hoffnung gibt in der “Jugend”.

 

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