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Darkmen – Living on borrowed time | Review by Sonic Seducer magazine

Die Zeit mag für manche musikalische Spielart ticken oder abgelaufen sein – Oldschool-EBM aus Belgien gehört mit Sicherheit nicht dazu. Dafür sorgen aktuell vor allem Darkmen, die mit ihrem zweiten Album keine gänzlich neuen Argumente vorweisen können, dafür aber konsequent alle Register ziehen.

Das Duo tritt aus dem Schatten von Ionic Vision, die immensen, zum Teil auch direkten, Einfluss auf die ersten Releases von Franky Deblomme und Thomas Vrambout hatten, und geht einen noch härteren und kompromissloseren Weg in neuer Labelumgebung. Das instrumentale “Stahlwerk“ bietet noch Raum für atmosphärische Flächen, dann gehen bei “Legs Like Gold“ die Filter auf und es brennt nur noch die Luft. Der Sequenzer treibt in bester DAF-Manier, 140 BPM plus metallisches Hämmern, geshoutete, explizite Vocals inklusive diversen “A-Aus“ und gestöhnten Artikulationen: Puristischer und authentischer kann man nicht agieren.

Mehr als knapp drei Minuten im Durchschnitt brauchen die beiden pro Song nicht, um alles kurz und klein zu schlagen und so manche Abrechnung zu machen. Allein Songtitel wie “Liar!“, “Bitch!“ und “We Are Hard“ sprechen Bände.

Nach einer halben Stunde hat der Spaß im Hauptprogramm ein Ende und die Zugabe folgt: Remixe von K-Bereit, NordarR, Mr. Dupont und anderen. Reicht dann auch? Ansichtssache.

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