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Autodafeh – The Vintage Collection | Review by Sonic Seducer

Uwe Marx | Jan. 26, 2018 |


Weniger aufgrund eines Hypes oder spezieller Werbemaßnahmen ist vorliegende Band mittlerweile recht beliebt in der Szene. In erster Linie, weil ihr trockener EBM-Sound absolut einzigartig ist – Speziell durch jene Sounds, bei denen man sich als alter EBM-Fan sofort zu Hause fühlt. Autodafeh bieten aber nicht diesen eindimensionalen aggressiven Sequencer-Sound, der seit Jahren schon als „Old School-EBM“ durch die Szene geistert. Sondern anachronistischen, dezent melancholischen, dezent poppigen Elektroniksound. Mit viel Atmosphäre, bisweilen eingängig und sehr New Wave-haft. Sehr belgisch. Und halt sehr sorgfältig produziert mit charakteristischen Sounds und Beats, die ansonsten kaum (noch) zu hören sind. Ganz anders eben als Agrezzior, das eher grob gestrickte andere EBM-Projekt der beiden Autodafeh-Member Jesper Nilsson und Mika Rossi. Viele Songs der vorliegenden Compilation besitzen hymnenhaften Charakter mit viel Pathos („Religion And Politics“). Und ja, noch immer klingt die heutige Musik der Schweden mehr nach Front 242 als diese selbst in den letzten zwanzig Jahren.